Abgesehen davon, dass es eine Gegend für Pilzsammler ist – für diejenigen, die die „geheimen“ Plätze kennen.
Man kann über die Hauptstraße hinauffahren, die nahe der Polizeistation beginnt, oder, sobald man dort angekommen ist, die „steile Rampe“ nehmen, die hinter dem Campingplatz vorbeiführt.
Für diejenigen, die von unserem Haus starten.
Diejenigen, die in Sant’Alessandro wohnen, auf der gegenüberliegenden Seite des Berges, haben zwei weitere Möglichkeiten.
Alle Generationen, die in dieser Gegend von Riva aufgewachsen sind – vor 70 Jahren noch ein Vorort, heute ein Gebiet, in dem Hotels in die Höhe ragen und Touristenwohnungen boomen – verbrachten ihre Nachmittage auf dem Brione.
Sie spielten im Wald, jagten sich zwischen den Olivenbäumen und versteckten sich bei den alten Kriegsforts.
Carlo hat von seiner Mutter ein Grundstück mit etwa dreißig Olivenbäumen geerbt. Es liegt ungefähr auf halber Höhe des 376 Meter hohen Gipfels, wo die Antennen stehen.
Jeden Herbst schenken uns die Bäume das „Gold vom Gardasee“. Genug für unsere Familie und ein paar Liter zum Verschenken bei besonderen Gelegenheiten.
Die Ernte haben wir immer anderen überlassen. Wir sind weder geübt noch haben wir die Kraft, sie selbst durchzuführen.
Unsere Oliven-Nachbarn übernehmen das für uns, da die Besitzer dieses Grundstücks das beruflich machen und zur gleichen Zeit ihre eigenen Oliven ernten.
Danach bringen wir die Oliven zur Agraria-Kooperative, der ältesten Mühle in der Region.
Früher konnte man den gesamten Vorgang vor Ort verfolgen: das Waschen der Früchte, das Pressen und das Mahlen. Mit meinem Vater bereiteten wir kleine Tüten vor, weil aus einem Rohr die „Molche“-Reste herauskamen, die man aufsammeln musste, sonst gingen sie verloren.
Ein großer Verlust! Man kann daraus Molche-Brot machen oder sie auf ein Stück Brot streichen.
Heute ist alles automatisiert, schnell und gut organisiert.
Früher war es romantisch, sich spät abends mit den anderen Bauern auf dem Platz zu treffen und auf die Kanister mit dem frischen Öl zu warten.
Jetzt dauert es nur wenige Stunden, bis man das Öl abholt.
Frisch abgefüllt ist das Öl leuchtend grün. Es sieht aus wie eine der Flüssigkeiten, die die Bösewichte in Zeichentrickfilmen verspritzen.
Es hat einen betörenden Duft und kitzelt auf der Zunge. Ein echtes Luxusprodukt – extra natives Olivenöl, einzigartig durch das mediterrane Mikroklima rund um den Gardasee.
Am Abend, an dem wir es nach Hause bringen, kochen wir normalerweise nur gekochte Kartoffeln, um den Geschmack in vollen Zügen zu genießen.





